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By Matthias Riedel

Partnerschaftliche Berührungen stellen in ihrer Funktion als Kommunikationsmedium ein von der sozialwissenschaftlichen Forschung bislang kaum behandeltes Phänomen dar. Wie die Ergebnisse der vorliegenden Repräsentativerhebung eindrücklich belegen, besitzen jedoch nicht nur der sprachliche und sexuelle Austausch, sondern auch die vielfältigen Partnerberührungen nicht-sexueller artwork immensen Stellenwert für Paarbeziehungen. Dies gilt nach den ersten Berührungen während des Kennenlernens auch für die vielfältigen „Alltagsberührungen“ während der Bestandsphase einer Paarbeziehung. Damit gemeint ist die mehr oder weniger große Zahl der tagtäglichen Berührungen, die vielfach bewusst, häufig aber auch (von einem oder beiden PartnerInnen) unbemerkt „passieren“ und deren Stellenwert häufig erst bei ihrem Ausbleiben wahrgenommen wird, etwa nach dem Verlust des companions. Die von Matthias Riedel vorgelegte Studie versteht sich als ein erster Schritt zu einer „Soziologie der Berührung“, die wiederum als Teil einer umfassenderen „Soziologie der Sinne“ aufzufassen ist.

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Exemplarisch kommt dies zum Ausdruck in den beiden „Großtheorien“ von HABERMAS (1981) und LUHMANN (1984)26. In BOURDIEUs (1982) Habituskonzept und GOFFMANs (1971; 1974 und 1994a/b) interaktionistisch orientierter Soziologie wird dem nonverbalen, sinnlich-körperlichen Moment zwar ein deutlich größerer Stellenwert beigemessen, von einem Theorierahmen für eine allgemeine „Soziologie der Sinne“ läßt sich m. E. aber auch bei diesen beiden Autoren nicht sprechen. Mit GOFFMANs (1974) Werk: Das Individuum im öffentlichen Austausch – insbesondere mit den darin enthaltenen Ausführungen zu „Beziehungszeichen“ und „Territorien des Selbst“ – liegt aber zumindest von einem der „soziologischen Klassiker“ ein Theorieansatz vor, der für die Deskription und funktionale Einordnung von zwischenmenschlichen Berührungen herangezogen werden kann.

Aus ihrer evolutiven Entwicklung heraus erst spezifische Interaktionsmöglichkeiten, damit spezifische soziale und kommunikative Verhältnisse für unser Gattungsleben eröffnen. Dementsprechend sieht er [LOENHOFF; M. ] das spezifisch soziologische Erkenntnisinteresse in der Frage, welche handlungskoordinierende und gesellschaftskonstituierende Funktion den Sinnen zukommt. ) hat für ihn einen zweifachen Grund: Wissenschaftshistorisch ist es die Physiolo26 Im Teilkapitel „Sprache“ seines Werkes: Gesellschaft der Gesellschaft (1997) führt LUHMANN aus, warum sich seine systemtheoretische Betrachtung von Gesellschaft nur auf (verbale) „Sprache“ bezieht: „Das grundlegende Kommunikationsmedium, das die reguläre, mit Fortsetzung rechnende Autopoiesis der Gesellschaft garantiert, ist die Sprache.

Hat für ihn einen zweifachen Grund: Wissenschaftshistorisch ist es die Physiolo26 Im Teilkapitel „Sprache“ seines Werkes: Gesellschaft der Gesellschaft (1997) führt LUHMANN aus, warum sich seine systemtheoretische Betrachtung von Gesellschaft nur auf (verbale) „Sprache“ bezieht: „Das grundlegende Kommunikationsmedium, das die reguläre, mit Fortsetzung rechnende Autopoiesis der Gesellschaft garantiert, ist die Sprache. Zwar gibt es durchaus sprachlose Kommunikation – sei es mit Hilfe von Gesten, sei es ablesbar an schlichtem Verhalten, zum Beispiel am Umgang mit Dingen, mag dies nun als Kommunikation gemeint gewesen sein oder nicht.

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